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2008-03-30PressemitteilungGrüne wählen Landratskandidaten
Der gebürtige Görlitzer von Woedtke - mehrfach graduierter Natur- und Umweltwissenschaftler, evangelischer Christ, verheiratet mit einer Polin, zwei Kinder aus erster Ehe - saß bereits als Fraktionsvorsitzender für die Grünen im Kreistag Löbau-Zittau und ist derzeit Fraktionsgeschäftsführer der selben Fraktion. Sein Wohnsitz ist Görlitz, lange Zeit lebte er in Ebersbach/Sa., seine Arbeitsstelle ist in Schleife. Er kenne die Region des neuen Landkreises Görlitz wie kaum ein anderer, so von Woedtke. Mit dem Satz "Ich bin ein Euroregionaler", bringt er seine Projekterfahrungen mit den angrenzenden Nachbarländern auf den Punkt. "Wir müssen mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten, wenn wir die Region nach vorne bringen wollen." So reiche es bspw. nicht aus, das Straßenbahnnetz in Görlitz einfach nur zu erhalten. Vielmehr sei eine Ausweitung auf das polnische Zgorzelec sinnvoll. "Wenn man den deutschen und den polnischen Teil der Stadt zusammenzählt, dann ist das eine Stadt mit einhunderttausend Einwohnern." Aber nicht nur Görlitz als neue Kreisstadt liegt ihm am Herzen. So solle die Verwaltung möglichst auch an den bisherigen Standorten verbleiben, um Bürgernähe und Arbeitsplätze zu erhalten. Weißwasser müsse dabei wieder auf die Tagesordnung. Weitere vordringliche Themen sind für die Grünen die innovative Reaktivierung und Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrsnetzes unter Einbeziehung von Ruf- und Bürgerbussen, der Stop der Erweiterung des Tagesbaus Nochten, der unwiederbringlich wesentliche Elemente sorbischer Identität zu zerstören droht und dringend notwendiges Gegensteuern beim Klimawandel ad absurdum führen würde sowie der schnelle Ausbau der bestehenden Bundesstraße B178 von Zittau über Löbau bis zur Autobahn Nähe Weißenberg. "Das sinnlose Warten auf eine autobahnähnliche Parallel-Schnellstraße muss endlich ein Ende haben. Wir fordern die finanziellen Mittel gezielt in einen schnellen Ausbau der bestehenden Strecke zu investieren. So könnten Unfallschwerpunkte beseitigt werden und eine ortsnahe Umfahrung um Herrnhut eine schnellere Verbindung ermöglichen. Die Landkreise haben es jetzt schon schwer, bestehende Kreisstraßen zu erhalten. Neue Straßenbauprojekte solcher Dimension bringen mittel- und langfristig nur weitere Belastungen, nicht nur finanzieller Art, sondern auch mehr Lärm und Abgase. All das haben die Bürgerinnen und Bürger hier zu ertragen ohne erkennbaren Nutzen." Außer dem Landratskandidaten wählten die Grünen ihre 35 KreistagsKandidatInnen. "Damit sind wir in allen Wahlkreisen mit zwei oder mehr Kandidaten vertreten.", sagte der Versammlungsleiter und Vorstandssprecher des Görlitzer Kreisverbandes Prof. Dr. Joachim Schulze. "Die Wähler können flächendeckend profilierte grüne Kreisräte in den Kreistag entsenden." Mit vielen Visionen und Konzepten hatten sich zuvor die einzelnen BewerberInnen vorgestellt und so ein eindrucksvolles Bild von Fachkompetenz und Glaubwürdigkeit gezeichnet. Anschließend diskutierten die Grünen ihr Kreistagswahlprogramm, das Ende April in einer erneuten Mitgliederversammlung endgültig verabschiedet wird. Die Vorstände der Kreisverbände Görlitz, Löbau-Zittau und Niederschlesische Oberlausitz von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
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