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Leserbrief zu Beitrag über Erhalt der Braunkohle

Sächsische Zeitung
Freitag, 15. Juni 2007, Seite 27

Zu „Braunkohle nicht totmachen“, 9.6., schreibt Horst Schiermeyer von der Klimaschutzinitiative Zittau:

Supernetz für Stromtransport

"Braunkohle nicht totmachen“, fordert Sachsens Umweltminister Tillich. Ein makabrer Spruch, wenn man weiß, dass viele Menschen an klimabedingten Unwetterkatastrophen sterben werden, die durch Braunkohle-CO2-Schleudern mit verursacht sind.

Herr Tillich meint, den Vorschlag der sächsischen Grünen, neben der Nutzung heimischer erneuerbarer Energien auch Solar- und Windstrom aus dem Mittelmeerraum zu importieren, damit abtun zu können, dass Stromtransport über große Distanzen wegen zu hoher Leitungsverluste nicht möglich sei. Dies stimmt für die klassischen Wechselstromnetze, nicht aber für Hochspannungsgleichstromübertragungsleitungsnetze, wie sie u.a. der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltfragen fordert. Dabei beträgt der Leitungsverlust ganze drei Prozent auf 1000 Kilometer.

Um ein „Supernetz“ aufzubauen, braucht man einige Milliarden Euro, für riesige Windparks an windgünstigeren Stellen an den Küsten und im Meer, für große solarthermische Kraftwerke in der Sahara, für Wasserkraftnutzung in Nordskandinavien ebenfalls. Riesige Summen, die dafür aber wesentlich besser angelegt sind als für den geplanten Neubau von bis zu 40 fossilen Kraftwerken in Deutschland.



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